Hapax legomenon (griech.: ἅπαξ hápax „einmal“; λεγόμενον legómenon „was gesagt wird“), bezeichnet Wörter oder Redewendungen, die nur in einem gegebenen Text oder Korpus nur einmal vorkommen. Ist die Häufigkeit zwei, spricht man von dis legomenon, bei drei tris legomenon, etc. Berühmtes Beispiel: Knabenmorgenblütenträume, aus Goethes „Prometheus“ In der Quantitativen Linguistik spielen Hapax legomena eine große […]
Tag: 4. Dezember 2016
Logophorizität
Logophorizität bezeichnet das Phänomen, dass der Bezug von Pronomen davon abhängen kann, aus wessen Perspektive ein Sachverhalt beschrieben wird, also unter Umständen nicht mehr aus der Perspektive des Sprechers. Beispiel 1: Paul sagte, dass Anna mit ihm gesprochen hat. (Wer ist „ihm“? Paul oder eine andere Person?) Monika weckte ihre Schwester heute früher, weil sie […]
Deixis
Deixis (altgriech.: δείκνυμι „zeige“) bezeichnet den Bezug des Sprecher auf Personen, Orte, Gegenstände und Zeiten im Bezug auf die Quelle, den Sprecher bzw. Erzähler ( = der „Origo“ = lat.: „Ursprung“). Ein Begriff der Deixis nennt man „Deiktikon“ (plural „Deiktika“). Das Adjektiv ist „deiktisch“. Die Bedeutung eines deiktischen Begriffes versteht man also normalerweise nicht, falls […]
